Eigentlich fing der vierte Tag des Rennens ganz gut an. Bei der Abfahrt in Cortez hat es zwar noch leicht genieselt, aber das war bei der nächsten Time-Station in Durango schon längst vergessen. Dort konnte ich auch meine bisher einzige Zeitstrafe von 15 Minuten absitzen - kurz nach dem Start am Mittwoch in Kalifornien war eines meiner Begleitfahrzeuge in eine Straße abgebogen, wo es nicht hätte fahren dürfen. Das Race Across America hat strenge Regeln, für das Pace-Car, das Media-Car und das Wohnmobil ist es theoretisch eine Führerscheinprüfung über knapp 5000 Kilometer. Na ja. Die 15 Minuten waren als Pause aber ganz praktisch, denn gleich danach ging es in Richtung Pagosa Springs und Richtung Wolf Creek Pass - mit 3300 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Punkt des Rennens. Die Steigung habe ich ganz gut bewältigen können, auch die Abfahrt, die sehr gefährlich ist. Doch danach hatte ich richtig Pech: Ich bin zwar noch in den Ausläufern der Rocky Mountains unterwegs, steuere aber schon die Great Plains an, die weiten Ebenen in der Mitte des Landes. Dass die extrem windig sein können, wusste ich - bei meinem letzten RAAM vor zwei Jahren konnte ich dank Rückenwind richtig Kraft sparen. In diesem Jahr war es genau andersrum: Der Gegenwind war eine Tortur. In Alamosa, wenige Kilometer vor Time Station 18, habe ich mich dann entschlossen, die Etappe zu unterbrechen - und auf maximale Regeneration zu setzen: Duschen, Massage, Essen, Ausspannen, einen Blog-Eintrag diktieren und dann: Schlafen, schlafen, schlafen. Morgen früh geht es weiter, um vier Uhr morgens. Der aufgehenden Sonne entgegen.
Posts mit dem Label Klima werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Klima werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Samstag, 12. Juni 2010
Donnerstag, 10. Juni 2010
Lange, gerade Straßen
Die ersten 24 Stunden sind fast geschafft: Nach 630 Kilometern habe ich in Congress, Arizona meine zweite kurze Pause eingelegt - mit Massage und Relaxen. Ich bin zwar müde, fühle mich aber gut. Wir liegen voll im Zeitplan und sind sogar zwanzig Minuten schneller als geplant, trotz starken Gegenwindes. Die letzten Kilometer vor meiner ersten Schlafpause in Flagstaff schaffe ich jetzt auch noch. Seit 2008 hat sich hier nichts verändert, die Straßen sind immer noch lang und gerade - und es ist richtig heiß hier in der Wüste. Aber das macht mir sowieso nichts aus: Ich fahre nämlich viel lieber bei Hitze als im Regen. Außerdem bekomme ich von meinem Team die volle Unterstützung. Alle arbeiten gut zusammen und das RAAM 2010 macht bis jetzt richtig Spaß.
Samstag, 5. Juni 2010
Heiße Höhe
41 Grad auf 800 Meter Höhe: Der letzte Hitzetest in der Mojave-Wüste war erfolgreich. Nächste Woche, wenn das RAAM erst einmal begonnen hat, dürfte es noch heißer werden - dann bei bei Höhen unterhalb (!) des Meeresspiegels. Das ist heftig. Aber nichts im Vergleich zur Sauna beim ASV Vörstetten...
Labels:
Klima,
Vorbereitung
Donnerstag, 3. Juni 2010
Aus der Wüste in die Berge
Heute in Las Vegas steht das komplette Kontrastprogramm zu den Rockies an: All-You-Can-Eat-Buffets, schwimmen und relaxen bei 30 Grad im Schatten. Kaum zu glauben, dass wir noch vor wenigen Stunden einen letzten Materialtest im Schnee hinter uns gebracht haben, auf einer Höhe von 3000 Metern. Dort wollte ich das neue Windstopper-Material von Gore Bike Wear noch einmal unter Extrembedingungen ausprobieren. Und bin begeistert: Ich kam mit wenig Gewicht und guter Klimatik über die Berge. Bald steht der nächste Test an - bei brütender Hitze in der Mojave-Wüste.
Labels:
Klima,
Vorbereitung
Samstag, 15. Mai 2010
Hagel im Hochgebirge
In den Rocky Mountains hat uns ein erneuter Wintereinbruch erwischt, ich musste mein Training nach drei Stunden beenden. Bei der Abfahrt von einem 2700-Meter-Pass hat mich Hagel ausgebremst. Ab übermorgen soll das Wetter definitiv besser- wir sind auf jeden Fall guter Dinge.
Labels:
Klima,
Vorbereitung
Abonnieren
Posts (Atom)



