Am Mittwoch beginnt das Race Across America. Es gibt viele Gründe, sich darauf zu freuen - hier sind fünf. Ohne Reihenfolge.
Erstens: Ich freue mich auf das Naturerlebnis und darauf, andere Leute für so etwas zu begeistern. Wir haben ein Filmprojekt gestartet, um zu zeigen, wie man solch eine gewaltige Herausforderung physisch, mental und sozial bewältigen kann - wenn die Vorbereitung stimmt.
Zweitens: Ich freue mich, dass meine Familie, meine Freunde und ich die Chance haben, eine lebensverändernde Erfahrung zu machen. Ich bin nicht der Einzige, für den es hart wird. Ich bin aber auch nicht der Einzige, für den das Rennen ein fantastisches Erlebnis wird. Meine Kinder berichten mir jetzt schon immer wieder, wie sie es schaffen, Herausforderungen besser zu meistern - weil das Beispiel RAAM ihnen gezeigt hat, was mit Willenskraft alles möglich ist.
Drittens: Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinem Team. Das RAAM ist alleine nicht zu schaffen. Wenn ich erfolgreich bin, werden alle erfolgreich sein - und das wird uns im Ziel keiner mehr nehmen können.
Viertens: Ich freue mich auf die Bilder und die Filmsequenzen, die das Medien-Team mit nach Hause bringt - und die ich zusammen mit meinem Sohn zu einem bewegenden Film zusammensetzen will.
Fünftens: Ich bin gespannt, ob es mir wieder gelingt, einen verschollenen Teil von mir zu entdecken. Ich fühle mich momentan sehr wohl in meiner Haut, die Balance stimmt - und ich bin gespannt, ob diese auch stabil genug ist, mich noch einmal quer durch die USA zu bringen.
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Freitag, 4. Juni 2010
Dienstag, 1. Juni 2010
Belastung & Balance
In einer Woche beginnt das Race Across America. Zeit zum Nachdenken: Ich werde oft gefragt, warum ich das eigentlich mache - 4830 Kilometer bei Hitze und Kälte, Regen und Wind mit dem Fahrrad zu fahren. Das Rennen ist schon mit einer Besteigung des Mount Everest verglichen worden, aber das ist nur zum Teil richtig: Beim Everest muss man weitergehen, immer weiter - beim RAAM kann es sinnvoller sein, aufzuhören. Bequemer wäre das auf jeden Fall. Daher braucht man viel mentale Stärke, wenn man sich quält. Aber auch dann, wenn man versucht, das Rennen durch die richtige Strategie zu einer Genussfahrt zu machen - schließlich muss man die richtige Balance finden zwischen Belastung und Regeneration. Auf jeden Fall ist das RAAM mehr als eine Fahrt von Küste zu Küste, es ist eine Reise in das innere Selbst. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen esoterisch, aber es ist wirklich so: Das Rennen ist ein Tor. Wer hinein fährt, kommt verändert hinaus. Bei meiner ersten Teilnahme vor zwei Jahren konnte ich durch eine ausgeklügelte Strategie die Belastung im Griff halten und das Rennen sogar genießen. Die mentale Belastung war dafür sehr hoch. Ich habe dabei den Teil von mir entdeckt, der bisher Triebfeder für ganz viele meiner Aktivitäten war - ohne dass ich wusste, ihn verloren zu haben.
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